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Junggesellenabschied
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Der Junggesellenabschied ist eine Feier, durch die der zukünftige Bräutigam aus dem Junggesellendasein verabschiedet wird. Auf dem Vormarsch ist dabei eine Version, bei der die engsten Freunde des Junggesellen sich nicht nur zusammen setzen, sondern ihren Männerabend richtiggehend öffentlich zelebrieren. Sie wollen dem Bräutigam "zum letzten Mal" die Möglichkeit geben, seine voreheliche "Freiheit" zu genießen. Das geht nicht ohne spaßige Aktionen und Alkohol ab.

Ablauf

Man darf sich nicht täuschen lassen. Ein solcher Abend dient nicht nur der Sauferei, sondern will gut organisiert und koordiniert sein. Der Anfang besteht darin, dass man z.B. ein Kleidungsstück für die ganze Gruppe auswählt, aus dem ersichtlich wird, welche Mission man verfolgt (beliebt sind bemalte oder bedruckte T-Shirts). Natürlich muss der Junggeselle besonders aus dem Kreis der anderen hervorstechen. Ob er nun Frauenkleider oder nur ein andersfarbiges T-Shirt trägt, bleibt ganz dem Ideenreichtum der Gesellschaft überlassen.

Als nächstes wird der Startpunkt der Unternehmung festgelegt und dafür gesorgt, dass die Braut an genau diesem Tag die Festivitäten nicht durch ihr plötzliches Erscheinen "stört". Es wird ebenso festgelegt, wie viel Geld in einen gemeinsamen Topf gelegt wird, um die Kosten des Abends zu decken. Der Junggeselle muss dabei natürlich nichts beisteuern. Er hat andere Hürden zu bewältigen.

Nachdem alles Wichtige besprochen wurde, kann es losgehen mit dem angenehmen Teil des Junggesellenabschieds. Es werden für gewöhnlich einige Kneipen besucht. Dabei ist der Junggeselle mit allerlei nützlichen Dingen ausgestattet und muss versuchen, diese den ganzen Abend über an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Oft wird ihm auch, als Bild dafür, was für eine Last die Ehe sein kann, ein Holzklotz ans Bein gebunden. Verschieden Aktionen tragen ebenso zur Belustigung bei. Hierbei sind wiederum dem Ideenreichtum der Organisatoren keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel kann man auf öffentlichen Plätzen Lieder anstimmen oder den Junggesellen in eine Frauentoilette einsperren, damit ihn dann eine Frau auslöst. Sehr verbreitet ist es, den Abend dann in einem ansässigen Striplokal oder in einer Kneipe ausklingen zu lassen, in die die Feiernden sich eine Tänzerin zum Table-Dance bestellen. Hat der künftige Bräutigam am Ende alles mit Bravour bestanden, ist er erlöst und darf seiner Angetrauten, in der Regel eine Woche später, das Jawort geben.

Siehe auch

Mittlerweile stehen etliche Damen den Herren in nichts nach und feiern ihren eigenen "Junggesellinnenabschied":

Hochzeit in Schwaben

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Diese Seite wurde zuletzt am 6. Januar 2010 um 16:27 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 3.364-mal abgerufen (to Cache).
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