was hat es mit dem Emmausgang am Ostermontag auf sich? gestellt am 9.4.12 15:40
Als Emmausgang wird ein Gang bzw. eine Wanderung am Ostermontag bezeichnet, der/die - begleitet von christlichen Liedern und Gebeten - durch die Natur oder zu einer Kirche führt. Dieser Brauch ist insbesondere in katholischen Gebieten (z.B. Bayern, Rheinland, Österreich) verbreitet. Er erinnert an den im Lukasevangelium (24, 13-29)berichteten Gang der Jünger Jesu von Jerusalem nach Emmaus, bei dem ihnen der auferstandene Christus begegnete. (gestellt am 11.4.12 16:56)
Hallo Dr. Brauch,
gibt es im Internet auch noch andere Webseiten, die das Thema Brauch seriös aufgreifen?
Vielen Dank für die interessanten Informationen! gestellt am 2.3.12 15:49
Selbstverständlich gibt es weitere seriöse Webseiten zu Bräuchen, die jedoch alle - im Gegensatz zum brauchwiki - nicht interaktiv, sondern reine Datenbanken sind. Zu empfehlen sind beispielsweise die von der Universität Freiburg unter dem Namen Folklore Europaea eingerichteten Seiten zu Festen, Bräuchen und Traditionen in Europa (http://folklore-europaea.uni-freiburg.de), die Brauchseiten des Instituts für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck (http://www.uibk.ac.at/geschichte-ethnologie/medien/festebrauch.html) oder - speziell zu religiösen Bräuchen - die Seiten des Theologen und Medienwissenschaftlers Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti (http://www.becker-huberti.de). Daneben gibt es eine Fülle an weiteren allgemeinen Portalen (z.B. http://www.brauchtumsseiten.de oder http://www.brauchtum.de) und regionalen Seiten zu Bräuchen (z.B. von Heimat- und Trachtenvereinen) von unterschiedlichem inhaltlichen Niveau. Einige von ihnen sind aufgelistet unter http://www.helmut-zenz.de/traint2.html (gestellt am 2.3.12 15:50)
Welchen Einfluss nimmt die Heimatpflege heute auf die Brauchausübung? gestellt am 26.2.12 10:11
Früher verstand sich die Heimatpflege mehrheitlich als Lehrmeister der Tradition mit einer deutlich kulturkonservativen Ausrichtung. Im Unterschied dazu wirken Heimatpfleger heute zunehmend als Moderatoren und Mediatoren. Dementsprechend übernehmen sie mehr und mehr eine offene, kommentierende und erläuternde Funktion zum aktuellen Brauchgeschehen (z.B. in Interviews und persönlichen Anfragen). Auch werden sie immer wieder um Anregungen und Empfehlungen zur Ausübung bestimmter Bräuche gebeten. Grundsätzlich üben sie damit einen eher indirekten Einfluss auf die Brauchausübung aus. Letztlich besteht die Heimatpflege jedoch nicht aus einer homogenen Gruppe "Gleichgesinnter", sondern aus einer Vielzahl an Individuen mit teilweise sehr unterschiedlichem persönlichen Zugang, Verständnis und Engagement im Hinblick auf Bräuche, weshalb eine verbindliche Antwort auf die Frage eigentlich nicht möglich ist. (gestellt am 2.3.12 13:38)