wozu wirft man den strauß bei hochzeiten? gestellt am 15.5.11 18:38
Das Werfen des Brautstraußes ist ein Brauch, der auf manchen Hochzeiten - beispielsweise nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung oder beim abendlichen Tanz - ausgeübt wird. Die Braut wirft dabei ihren Strauß über den Kopf oder die Schulter in die Menge der Hochzeitsgäste. Diejenige junge Frau, die ihn fängt, soll angeblich die nächste sein, die heiraten wird. Nicht jede Braut will jedoch ihren Hochzeitsstrauß werfen, sondern ihn lieber mit nach Hause nehmen und aufbewahren. (gestellt am 1.6.11 14:20)
Woher stammt das Lustige Spitzweken (ca.3-X Meter) Reintragen bei Hochzeiten, vornehmlich in der mittleren Oberpfalz z.b. im Landkreis Amberg/Sulzbach-Rosenberg.Was bedeutet dieser Brauch? gestellt am 16.4.11 21:02
Laut dem Buch "Oberpfälzer Leben" von E. und A. Eichenseer (2009) schenkten Firm- und Taufpaten dem Brautpaar Spitzwecken. Junge Männer versuchten, die bis zu vier Meter langen, mit Kerzen, Bändern und Kinderspielzeug verzierten Hefezöpfe auf ihren Schultern zum Brauttisch zu tragen. Zur Belustigung der Gäste gaben sie vor, nicht durch die Tür zu kommen. Erst nach mehrmaligen Anläufen oder gar dem Zersägen konnten die Wecken auf den Tisch gestellt werden. Zusammen mit kleinen Sketchen und Versen sorgte das Spektakel für Ausgelassenheit und gute Stimmung. (gestellt am 18.4.11 16:28)
Moin, moin,
Hungertuch oder Fastentuch finde ich nicht verzeichnet, obwohl:
Gibt es nicht in Neunkirchen am Brand ein grooßes solches? gestellt am 2.2.11 15:07
Fastentücher, mit denen in der Fastenzeit bildliche Darstellungen Jesu verhängt werden, gibt es in mehreren katholischen Kirchen, darunter auch in der Pfarrkirche St. Michael in Neunkirchen am Brand (Lkr. Forchheim), wo ein 1987 geschaffenes Hungertuch einen Seitenaltar verhängt. Es ist richtig, dass es zu diesem Thema noch keinen Eintrag im brauchwiki gibt. Es würde uns daher sehr freuen, wenn ein(e) Leser(in) diese Lücke schließen würde. (gestellt am 13.2.11 15:50)
Woher kommt der Brauch bei der Geburt eines Mädchens von der "Büchsenmacherei" zu sprechen, bzw. entsprechenden "Schmuck" beim Wohnhaus der Eltern anzubringen?
Gibt es dazu Literatur? gestellt am 26.1.11 10:31
Der sowohl scherzhaft als auch spöttisch verwendete Begriff "Büchsenmacher/Bixnmacher" für einen Vater von lauter Töchtern entstand im 19. Jahrhundert. Das Anbringen von Schildern und Dosen am Haus eines neugeborenen Mädchens ist jedoch erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im südlichen Bayern und in Teilen Österreichs belegt. Detailierte Auskunft zu diesem Brauch gibt der Aufsatz "Zur Büchsenmacherei. Annäherung an einen Rügebrauch" von der Volskundlerin Dr. Inge Weid, erschienen im Buch "Bilder - Sachen - Mentalitäten" (Festschrift zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Wolfgang Brückner), Regensburg 2010, S. 741-752. (gestellt am 13.2.11 15:34)